Montag, 3. Oktober 2016

Aysäfpìl / Gedanken

Oeri aysäfpìl
(Gedanken über mich)

Lange schon zähle ich nicht mehr die Tage, an denen ich einmal Zeit hatte. Zeit für mich, Zeit meine eigenen Gedanken zu ordnen und Zeit, über all die Geschehnisse nachzudenken, die mich, Kxìrya, und nicht die Tsahìk (spirituelle Clanführerin), die ich nun einmal auch bin, beschäftigen. Zeit, mir über meine Ideen, Gefühle, Sorgen und auch meine soaia (Familie) nachzudenken. 
Daher verlasse ich an diesem Morgen bereits sehr früh das Lager, um einen Ort aufzusuchen, an den ich, seit ich Tsahìk olo'ä Rey'engyayä (spirituelle Führerin des Rey'engya Clans) bin, nur noch selten komme, obgleich er nur einige Schritte entfernt unseres Lagers liegt. Ohne mich weiter um das Lager, das Clanfeuer oder andere Dinge zu kümmern, gehe ich direkt hinunter zum See und setze mich auf einen der dort im Wasser liegenden Felsen.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Kifkey amip ayoeyä / Unsere neue Welt

Ein Gruß an alle Leser des Rey'engya Blogs.

nun ist endlich einmal Zeit, alle Leser, die seit nunmehr rund eineinhalb Jahren so gut wie keine Geschichten mehr von uns zum Lesen bekommen haben, mit neuem Stoff zu versorgen.

Bitte entschuldigt, dass wir unseren Blog und damit Euch, unsere Leser, vernachlässigt haben!

Viele Umstände ließen uns einfach keine Zeit, neue Texte zu verfassen.
Nach unserem Ausstieg im Januar 2015 aus Second Life und dem anschließenden Umzug ins OpenSIM (www.hypergrid.org) standen zunächst viele Organisations- Planungs- und Bauarbeiten auf dem Plan.

Neben einem geeigneten Server, auf dem nun unsere Region Pangea - District 153 läuft, musste
vor allem die Welt vollkommen neu erschaffen werden. Dies war, bedingt dadurch, dass OpenSIM einerseits wesentlich mehr Möglichkeiten als Second Life bietet, uns andererseits aber auch dazu gezwungen hat, beinahe jedes Prim, jede Textur, jedes Script und jeden Sound neu erstellen, bzw. transferrieren zu müssen, wahrlich kein leichtes Unterfangen.
Dazu kommt noch, dass unsere Welt (Grundfläche) im OpenSIM acht mal so groß ist, wie unsere damalige 2 x 256m² Region. Eine Fläche von 1024 x 1024 m², also 1.048.576 m² will erst einmal bebaut werden. Dies erfordert einige logistische Arbeiten, will man erreichen, dass nachher  alles "rund" läuft.

Des Weiteren kommt man, wenn man in ein an sich völlig neues System umzieht, ohne die Hilfe der dort bereits ansässigen Community auch nicht sehr weit. Es wurden also neue Kontakte geknüpft.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen Metropolitanern, die uns damals, wie heute tatkräftig unter die Arme gegriffen haben und dies auch heute noch, ebenso motiviert, tun. Ohne Euch wäre Pangea nicht, bzw. nicht in dieser Form und Vielfalt entstanden, wie es heute der Fall ist.

Besonderer Dank geht an dieser Stelle an Anivil Finesmith und Alexandra Runningbear, Tommy Jonas und Piper Perano, sowie das gesamte Metropolis Team. Danke!

Jetzt, nach rund 500 Tagen können wir, nicht ohne etwas Stolz, sagen: "Ayoe alaksi lu!" (Wir sind bereit!). Auch wenn wir immer noch fleißig am bauen, scripten, texturieren, animieren, zurechtrücken, verschieben, ausbessern, anpassen und dergleichen sind und wissen, dass eine solche Region eigentlich niemals "fertig" sein wird, ist unser Pandora ein wirklich hübsches Fleckchen auf unserer digitalen Welt geworden.

Alsbald werden wir auch den Blog mit neuen Bildern, Videos und Geschichten in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Für´s Erste bedanken wir uns für Eure Geduld  und das Warten und sagen:
"Nawma sa'nok tiving lora ayuvan apxay ulte tìprrte' nìtxan."
(Möge uns die große Mutter viele schöne Spiele und Freude schenken.)



Kxìrya te Weytana Nllteya'ite
(Tsahìk Rey'engyayä / Tsahìk des Rey'engya Clans)

Mittwoch, 4. Februar 2015

Prüfung

Rennen, klettern, sich durch den Dreck wühlen, noch mehr rennen. So sah mein Leben bisher aus und ich hatte nicht vor, daran etwas zu ändern. Der Mensch wird nicht wirklich gut vom Wald aufgenommen, es scheint wirklich, als würde der fremde Gestank durch den Wald ziehen und allerlei Leben anlocken. Natangs fallen einen gern um den Hals und Hirschkuh artige Wesen (Yerik) scheinen bevor man es überhaupt merkt wegzulaufen. Was ist also der Trick hinter dem Leben auf einem Mond mit blühender Vegetation und übersprießender Lebensvielfalt.

Sonntag, 1. Februar 2015

Ankunft in ein fremdes Tal

Es ist ein Tag wie jeder andere, ein reines Verstecken mit der Natur spielen. Überleben, das einzige Ziel. Jeden Tag treibe ich mich herum, in der Hoffnung, einen weiteren Tag zu sehen. Mein Magen sehnt sich nach etwas Fleisch, die Jagderfolge bleiben viel zu gering. Ich versuche, jeden Tag weiter zu laufen, zu klettern als am Tag zuvor, solange mich meine Beine nur tragen können, doch die eintönige Ernährung mit den Früchten Pandoras macht es mir nicht gerade leicht, doch ich bin es denen schuldig zu überleben, die vor meinen Augen dahingerafft sind. Ich bin mir nicht sicher, ob es einen Himmel oder eine Hölle gibt oder ob unser Bewusstsein einfach ins Nichts geht, letzteres ist für mich am wahrscheinlichsten. Nirwana, eine Erfindung der Menschheit, die sich vor der Leere fürchteten, dass ihre Daseinsberechtigung nach ihrem Tod verschwindet und alles Errichtete nach dem Abscheiden sinnlos erscheint. Diese Furcht hat schon viel Schlimmes hervorgerufen… Lügen und Intrigen, Einsamkeit, Kriege. Das Phänomen Mensch ist so unerklärlich wie das Dasein selbst oder wie ihr eigeborener omnipotenter Komplex, über den sie nicht nicht hinweg kommen und letzten Endes immer selbst Gott spielen wollen. Aber nicht hier, nicht auf Pandora, wo alles auf den Anfang gesetzt wird. Es ist alles so, wie Mutter Natur es vorgesehen hat. Hier gibt es keinen Gott in Menschenverkleidung, denn jeder, der sich gegen die Natur stellt und Gott spielt, wird vom Mond drei Mal verdaut und als hübsche Blume wiedergeboren.


Donnerstag, 24. Juli 2014

Sey'syuri way / Ein Gedicht für Sey'syu

Tsamsiyu ayawne
(Geliebte Kriegerin)
Das Lager ist leer, als ich aufwache. Obwohl Sey und Tsaro sehr weit entfernt sind, sind meine Gedanken bei ihnen. Möge Eywa sie beschützen und ihnen immer einen sicheren Weg zeigen. Es ist ein wundervoller heranbrechender Morgen. Weit entfernt höre ich das Rauschen des großen Wasserfalls, das sich mit dem Knistern, Lodern und Knacken unserers Feuers vermischt. Die feinen, über das Land hinwegziehenden Nebelschwaden vermischen sich mit den orange roten Strehlen der großen Sonne und verleihen einigen Pflanzen ein beinahe dämonenhaftes Aussehen. Obwohl ich an sich noch neue Farben für unsere Körperbemalungen herstellen wollte, verschiebe ich dies jetzt ganz spontan.